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Die Nationalratskandidaten der SP Olten

21.Februar.2019

Peter Gomm, Florian Eberhard, Ruedi Moor und Hubert Jenny treten für die SP Olten zu den Nationalratswahlen vom 20. Oktober an.

Florian Eberhard

Florian Eberhard, Jahrgang 1993, steht vor dem Masterabschluss in vergleichender Politik an der Uni Bern, zudem arbeitet er bei der schweizerischen Gesundheitsdirektorenkonferenz. Er ist Mitglied des Oltner Stadtparlaments und Co-Präsident der Fraktion SP/Junge SP. Als zentrale Anliegen nannte er eine offene Gesellschaft, die Menschen nicht aufgrund Hautfarbe, Religion oder sexueller Orientierung ausgrenze, ein gerechtes Steuersystem sowie ein Wirtschaftssystem, das den Mensch in den Mittelpunkt stellt und nicht den Profit. Er unterstützt die EU, nicht unkritisch, sondern insbesondere als Friedensprojekt. Weiter will er das öffentliche Gesundheitswesen stärken und tragbare Krankenkassenprämien fixieren. Seine persönliche Ökobilanz ist geprägt von vegetarischer Ernährung, wobei er auf Label achtet, er hat kein Auto und versucht Flüge zu vermeiden.

Peter Gomm

Peter Gomm, Jahrgang 1959, ist Jurist; von 2005 bis 2017 war er Regierungsrat des Kantons Solothurn. Nach dem Rücktritt aus der Regierung hat er eine Pause eingeschaltet; das bräuchten nicht nur Sportler, sondern auch Politiker, findet er. Die Sozial- und Gesundheitspolitik bildet weiterhin seinen Schwerpunkt. Da sieht er Gestaltungsspielraum, den er als Regierungsrat beispielweise mit der Einführung von Familienergänzungsleistungen ausgeschöpft hat. Er findet, dass in der aktuellen Zusammensetzung des Nationalrats gerade bei der Altersvorsorge Abbautendenzen sichtbar sind, so etwa bei den Ergänzungsleistungen. Es gelte, die Kräfteverteilung im Parlament zu korrigieren, und nicht zuletzt sei etwas Sachverstand in diesen Themen sicher auch nicht fehl am Platz, meint er mit einem Schmunzeln.

Hubert Jenny

Hubert Jenny, Jahrgang 1944, ist pensionierter Bezirkslehrer. Er stellte sich schon vor vier Jahren für die Liste 60plus zur Verfügung. Das sei durchaus erfolgreich gewesen, da gerade seine Altersgruppe bei Wahlen wenig vertreten sei. Mit seiner grossen politischen Erfahrung, unter anderem als Präsident der Stadt- und Kantonalpartei, Kantonsrat und Kantonsratspräsident 1993, bringt er breites Wissen und Können ein, das im Wahlkampf nützlich ist. Er wolle möglichst viele Stimmen fischen, was ihm besonders liege, da er im Sternzeichen des Fisches geboren sei.

Ruedi Moor

Ruedi Moor, Jahrgang 1954, ist Physiker und arbeitet bei SBB Infrastruktur. Er ist Mitglied des Oltner Stadtparlaments, das er 2017/18 präsidierte. Er hätte sich auch früher eine Kandidatur für den Nationalrat vorstellen können, doch wäre dies neben seinem Beruf kaum möglich gewesen, da er stark in die Grossprojekte am Lötschberg, Gotthard und Ceneri involviert war. Nun wird er aber pensioniert, womit er die nötige Zeit habe und auch kein Interessenkonflikt mit dem Arbeitgeber mehr bestehe. Er will sich vor allem im Bereich des Service public und der Friedenspolitik engagieren. Seine Ökobilanz erachtet er weitgehend als gut; er lebt auf kleinem Raum, fliegt seit Jahren nicht mehr und isst vegetarisch; getrübt wird die Bilanz allenfalls durch seinen ungewöhnlichen Fahrzeugpark, zu dem sogar ein Bagger gehört. Er wird ebenfalls auf der Liste 60plus antreten.




SP vor Ort