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Innenstadt braucht neue Angebote für Jung und Alt

27.Mai.2019

Anregungen und Forderungen
der SP Olten

Damit Oltens Innenstadt lebendig bleibt, braucht es neue Dienstleistungsangebote sowie eine besser Aufenthaltsqualität für Jung und Alt. Die SP Olten hat 17 Anregungen und Forderungen erarbeitet, welche sie in die Diskussion um die Entwicklung der Innenstadt einbringen will. Wichtig ist den Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten, dass die Stadt die Führungsrolle wahrnimmt und alle interessierten Kreise in die Diskussion einbezieht.

Die Attraktivierung der Oltner Innenstadt war das Jahresthema der SP Stadtpartei im letzten Jahr. Zentral war die viel beachtete Tagung mit Fachreferaten und Diskussionsgruppen im November 2018. Eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Erwachsenenbildner Paul Dilitz übergab nun der Parteileitung ein Themenpapier, das die Forderungen der SP zur Innenstadtentwicklung zusammenfasst.

Voraussetzung für eine erfolgreiche Entwicklung ist die Tatsache, dass sich die Leute aus Olten und aus der Region sich mit der Oltner Innenstadt identifizieren und sie nutzen. Wenn die Läden weniger werden und die Einkaufsstadt an Bedeutung verliert, braucht es neue Möglichkeiten zur Identifikation. Das heisst, alle, die sich in der Innenstadt engagieren, sind aufgefordert, Angebote attraktiver zu machen und neue Ansätze zu entwickeln.

Mehr Platz für Kinder und Jugendliche
Aufgefallen ist der Arbeitsgruppe, dass es in der Innenstadt kaum Räume und Angebote für die Bedürfnisse Jugendlicher gibt. Hier gilt es mit den Trägern der Jugendarbeit Ideen zu erarbeiten. Aber auch die Ladengeschäfte und Dienstleistungserbringer wie die Stadtbibliothek müssen sich für die Jugendlichen engagieren, wollen sie diese Generation nicht ganz ans Internet verlieren.
Sehr gut genutzt wird die Spielecke beim Platz der Begegnung. Aber der Raum für die Kinder ist klein und nicht sehr attraktiv. Hier lohnt sich eine Vergrösserung. Eine Betreuung zu gewissen Zeiten würde es Eltern erlauben, zwischenzeitlich Einkäufe zu erledigen.

Zur oft diskutierten Thematik der leerstehenden Verkaufsgeschäfte hält die SP-Arbeitsgruppe einen Strauss von Ideen bereit: Leere Erdgeschossräume in der Innenstadt müssen für Zwischennutzungen zur Verfügung gestellt werden. Dazu eigenen sich Kleinhandwerk, Kunsthandwerk, Secondhand-Shops, Treffpunkte usw. Standesamt, Spitex- und andere öffentliche Dienstleistungen gehören ins Erdgeschoss. Neue Geschäftsideen und Para-Läden (Geschäfte mit Mischangeboten) müssen gefördert werden: Sei dies mit einem Gründerzentrum; „Co-Working-Spaces“; Ateliers für junge Grafikerinnen und Grafiker. Kunsthandwerker und Künstlerinnen können die Innenstadt-Läden im Erdgeschoss beleben. Neue Formen der Anschubfinanzierung sind zu prüfen.

Zentrale Rolle der Stadt
Angesichts der vielen interessierten und betroffenen Kreise ist es angezeigt, dass die Stadt bei der Innenstadtentwicklung die Führung übernimmt. Nur die öffentliche Hand ist in der Lage alle die unterschiedlichen Interessengruppen an einen Tisch zu bringen. Erfreulicherweise hat der Stadtrat bereits Massnahmen in diesem Sinne in die Wege geleitet, wie seine Antwort auf ein entsprechendes Postulat der Parlamentsfraktion der SP/Junge SP aufzeigt.

Die Stadt besitzt in der Innenstadt strategisch wichtige Liegenschaften (Hübelischulhaus, Stadthaus, Stadtbibliothek, Naturmuseum, Kunstmuseum, Haus der Museen). Diese städtischen Liegenschaften dürfen nicht verkauft werden. Sie müssen einer Begegnungsnutzung, welche Menschen in die Innenstadt bringt, zugeführt werden, empfiehlt die Arbeitsgruppe. Wenn nötig ist die Übernahme weiterer Liegenschaften zu prüfen.

Die Innenstadt ist mit der Umfahrungsstrasse und reichlich Parkplätzen für den Privatverkehr, und mit mehreren Buslinien gut erschlossen. Hingegen muss die Attraktivität der Fuss- und Veloverbindungen vom Hauptbahnhof, von Olten Südwest und von der rechten Aareseite an die Innen- und Altstadt deutlich verbessert werden.

Wohnraum versus Festhütte
Wohnen ist ein wichtiger Aspekt des Lebens in der Innenstadt. Die Bewohnerinnen und Bewohner beleben die Innenstadt; sie bilden eine selbstverständliche Kundschaft der dortigen Geschäfte.

Mit der verstärkten Nutzung des Zentrums als Event-Raum ergeben sich Konflikte. Traditionelle Anlässe wie Fasnacht, Chilbi, Schulfest haben ihre Berechtigung. Grossanlässe sind aber eine Belastung für die Bewohner der Innenstadt; deshalb ist ihre Anzahl zu begrenzen.

In der Innenstadt braucht es mehr Grünräume. Bäume machen die Stadt freundlicher, spenden Schatten und laden zum Verweilen ein. Es fehlt ein leicht zugänglicher Rasenplatz, auf welchem im Sommer Jung und Alt sich aufhalten und relaxen kann.

Anregungen und Forderungen der SP Olten zur Innenstadt (Word-Dokument)

 




SP vor Ort