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Parteiversammlung im Zeichen des Klimas

4.Juli.2019

Klimabewegung und Gletscherinitiative prägten die Parteiversammlung der SP Olten am 3. Juli. Die Übereinstimmung der Ziele ist offensichtlich, aber das Vorgehen braucht noch Diskussionen. Fast nebenbei ging es auch noch um die Wahlen im Herbst.

 

Julia Hodel, Lukas Lütolf und Nico Hänggi als Vertreter-innen der Klimabewegung Olten stellten ihre Aktivitäten vor. Sie suchen generell das Gespräch mit allen Parteien und sehen sich keiner zugehörig. Sie sprechen inzwischen nicht mehr von Klimawandel sondern von Klimakrise. Ihr Anliegen ist es, eine humanitäre Katastrophe zu verhindern. Dazu braucht es alle. Das Komitee hat in Olten ein Papier mit 37 Massnahmen eingereicht.

Nico Hänggi, Julia Hodel und Lukas Lütolf stellen die Klimabewegung Olten vor.

Diese reichen von Anliegen an die Städtischen Betriebe und die Busgesellschaft BOGG bis hin zur bevortstehenden Zonenplanrevision. Die Referent-innen lobten die SP Olten für ihre Aktivitäten im Bereich des Klimaschutzes. Sie fänden es allerdings besser, wenn Vorstösse überparteilich eingereicht würden.

Aus der Versammlung wurden die Aktivitäten der Klimabewegung durchwegs gelobt und Unterstützung zugesagt. Allerdings warnte eine Rednerin davon, dass ein Generationenkonflikt konstruiert werde: Zwar seien es vor allem Junge, die die Bewegung anführen, da es auch um ihre lange Zukunft gehe, aber auch ältere Menschen würden sich wünschen, das Leben in einer gesunden Umgebung zu Ende leben zu können.

Im zweiten Teil der Versammlung stellte Sebastian Lehmann die Gletscherinitiative vor, die offiziell Volksinitiative ‚Für ein gesundes Klima (Gletscher-Initiative)‘ heisst. Sie will den Bund verpflichten, die Ziele des Pariser Klima-Abkommens von 2015 rechtzeitig und vollständig zu erfüllen. Zurzeit sind rund 73’000 Unterschriften beisammen; die Einreichung ist gegen Ende Sommer geplant.

Quartier-Umfrage

Campaigner und Nationalratskandidat Florian Eberhard informierte die Versammlung über den Stand der so genannten Basiskampagne. Nach einer ersten Telefonaktion läuft zurzeit die Quartier-Umfrage, bei der Vertreterinnen und Vertreter der Partei an Wohnungstüren klingeln und die Leute nach ihren politischen Anliegen fragen. Die SP erhält so ein gutes Bild der Sorgen der Bevölkerung; gleichzeitig kann sie den Leuten aufzeigen, wie sich die Partei für die Anliegen einsetzt. «Wichtig ist, dass wir mit den Leuten reden und nicht über sie», betonte Eberhard. Nun beginnt die Auswertung, nach den Sommerferien, wenn die harte Phase des Wahlkampfs beginnt, folgt eine weitere Telefonanktion. All dies sei nützlich, betonte er, denn bisher hätten alle Kantone dank dieser Kampagnenmethode deutlich bessere Wahlresultate erzielt als erwartet.




SP vor Ort